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Kreisverband: Wer Horkesgath retten will, muss auch nach Düsseldorf schauen – 42 Schüler dürfen nicht zum Schicksalswert werden

Die Diskussion um die Zukunft der Krefelder Schullandschaft schlägt hohe Wellen. Für den FDP-Kreisvorsitzenden Sebastian T. Stachelhaus greift die Debatte jedoch zu kurz: Statt nur über einzelne Standorte zu streiten, müsse auch über die starren Vorgaben des Landes gesprochen werden.

Horkesgath

Gymnasium Horkesgath 

Die Diskussion um die Zukunft der Krefelder Schullandschaft schlägt hohe Wellen. Für den FDP-Kreisvorsitzenden Sebastian T. Stachelhaus greift die Debatte jedoch zu kurz: Statt nur über einzelne Standorte zu streiten, müsse auch über die starren Vorgaben des Landes gesprochen werden.

Dazu erklärt Sebastian T. Stachelhaus, Kreisvorsitzender der FDP Krefeld: „Wer jetzt ‚Rettet Horkesgath‘ ruft, muss auch nach Düsseldorf schauen. Der konkrete Umzug ist eine Krefelder Entscheidung. Aber der Druck, unsere Schullandschaft überhaupt neu ordnen zu müssen, entsteht auch durch starre Vorgaben des Landes. NRW schreibt für Oberstufen eine Mindestgröße von 42 Schülerinnen und Schülern vor. Vor Ort müssen wir dann sehen, wie wir damit klarkommen.“

Stachelhaus weiter: „Staatliche Mindeststandards für gute Bildung sind richtig und wichtig. Sie dürfen aber nicht zu Maximalstandards oder gar zu einer staatlich verordneten Qualitätsobergrenze werden. Die Zahl 42 darf nicht zum Schicksalswert für eine Schule werden. Wenn eine Schule auch mit einer kleineren Oberstufe dauerhaft ein gutes und vollständiges Angebot gewährleisten kann, muss es mehr Entscheidungsfreiheit vor Ort geben.“

Gerade mit Blick auf sinkende Schülerzahlen fordert Stachelhaus ein Umdenken: „Demografie ist nicht automatisch eine Bildungskrise. Weniger Schülerinnen und Schüler können auch kleinere Lerngruppen und bessere individuelle Betreuung bedeuten. Es passt nicht zusammen, kleinere Klassen zu fordern und gleichzeitig Schulen unter Druck zu setzen, sobald Jahrgänge kleiner werden.“

„Die FDP will deshalb mehr Schulfreiheit und weniger Detailsteuerung aus Düsseldorf. Das Land soll verbindliche Qualitätsstandards setzen. Wie diese vor Ort erreicht werden, sollten Schulen und Kommunen viel stärker selbst entscheiden können. Krefeld zeigt gerade sehr deutlich, warum wir diesen Kurswechsel brauchen“, so Stachelhaus abschließend.